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Atopische Dermatitis der Katze

Die Atopische Dermatitis der Katze ist eine, meist durch intensiven Juckreiz gekennzeichnete, allergisch bedingte Hauterkrankung. Betroffene Tiere zeigen dabei, über den Juckreiz hinaus, bisweilen schwerwiegende Hautveränderungen, bis hin zu großflächigen haarlosen Stellen, hervor- gerufen durch die zunehmende mechanische Irritation der Haut durch ständiges Kratzen und Belecken des Patienten.

Ursache und Entstehung
Obwohl die Ursache und Entstehung der Erkrankung noch nicht gänzlich aufgeklärt ist, wird eine individuelle Veranlagung, also eine genetisch bedingte Überempfindlichkeit gegenüber Fremdstoffen aus der Umwelt angenommen. Die Erkrankung wird über eine spontane allergische Reaktion vom Soforttyp (Typ-1 Reaktion) ausgelöst. Sie tritt nach wieder- holter Exposition des Tieres auf ansonsten harmlose Substanzen, sogenannte Allergene auf. Die Allergene werden hauptsächlich über die Haut aufgenommen. Inwieweit auch das Einatmen allergieauslösender Stoffe die Entwicklung einer atopischen Dermatitis begünstigt, ist sehr umstritten.

Als Allergene kommen zahlreiche Antigene wie Hausstaubmilben, Vorrats- milben, Pollen von Unkräutern, Gräsern oder Bäumen, Schimmelpilze, Insekten, Tierhaare und anderes in Betracht, wobei Milben für etwa 60 % der Fälle verantwortlich sind. Während durch Milben bedingte Atopien ganzjährig auftreten, zeigen Katzen die an einer Pollenallergie leiden, im Winter keine Symptome, sondern nur in der Blühsaison der jeweiligen Pflanze.

Symptome
Hauptsymptom einer atopischen Dermatitis bei der Katze ist Juckreiz. Der Juckreiz, anfänglich einziges Symptom und zunächst meist ohne primäre Hautveränderungen, zeigt sich vor allem in Regionen mit dünner Haut die zusätzlich einer erhöhten "mechanischen Belastung" ausgesetzt sind. Häufigste Regionen bei der Katze sind der Kopf- und Halsbereich, die Innenseiten zwischen den Vorder- und Hinterbeinen, sowie der Bauch und die Flankengegend.

Durch das Kratzen, Belecken und Benagen der juckenden Hautpartien kommt es im weiteren Verlauf bei atopischen Katzen recht schnell zu sekundären Hautveränderungen. Hierbei können praktisch alle Sekundär- effloreszenzen wie z. B. Papeln, Pusteln, gerötete, offene und verdickte Haut sowie Haarausfall auftreten. Da der Fellverlust häufig mehr oder weniger symetrisch zwischen den Vorder- und/oder Hinterbeinen und im Flankenbereich auftritt, wird dieser nicht selten zunächst als hormonelles Problem fehlinterpretiert.

Diagnose und Therapie
Die Diagnose ist vielfach klinisch nur schwierig zu stellen, insbesondere deshalb, weil es meist Katzen mit einer bereits fortgeschrittenen Atopischen Dermatitis sind die dem Tierarzt vorgestellt werden, da die ersten Symptome der Erkrankung häufig vom Tierhalter nicht erkannt oder falsch eingeschätzt werden.
Im allgemeinen basiert die spezifische Diagnose zunächst auf dem Ausschluss anderer Allergien, die allerdings auch gleichzeitig mit einer Atopie auftreten können. Hierzu zählen in erster Linie parasitäre Erkrankungen, insbesondere Flohallergie. Bei ganzjährigem Juckreiz ist auch die Möglichkeit einer Futtermittelallergie in Betracht zu ziehen. Kommen nach einer gründlichen Abklärung weder Parasiten, Bakterien, Pilzsporen etc. für den Juckreiz in Frage, oder wurden derartige Ursachen gegebenenfalls eliminiert, kann durch spezifische Allergietests heraus- gefunden werden, auf welches Allergen die Katze reagiert.

Da in den seltensten Fällen eine Beseitigung des Allergens aus der Umgebung des Tieres möglich ist, ausgenommen Hausstaubmilben die häufig Auslöser einer atopischen Dermatitis sind, kann eine Hypo- sensibilisierung durchgeführt werden. Hierbei wird durch eine langsam ansteigende Verabreichung des Allergens versucht, das Tier den auslösenden Allergenen gegenüber toleranter zu machen und die allergischen Reaktionen zum Stillstand zu bringen. Die Behandlung ist langwierig und erfordert viel Kooperationsbereitschaft und Geduld seitens des Katzenhalters. Die Erfolgsquote liegt aber bei etwa 60 bis 80 %.

Eine weitere Behandlungsmöglichkeit ist die Bekämpfung des Juckreizes. Hier stellen sich zwar schnell Erfolge ein, aber die Behandlung hat zahlreiche Nebenwirkungen, weshalb eine individuelle Therapie für jedes Tier erarbeitet werden muss. Die Dauer dieser Behandlungsform sollte zeitlich auf maximal 3 Monate beschränkt werden.

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