Raubmilben bei Katzen
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Raubmilben

Raubmilben gehören wie die Zecken zu den sogenannten Spinnentieren, und werden zur Ordnung der Milben gerechnet.
Raubmilbe - Cheyletiella Raubmilbe
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Kurzbeschreibung:
Raubmilben (Cheyletiella-Milben) haben, wie alle Milben, acht Beine. Besonderes Merkmal ist der in der Aufsicht sechseckige, dorsoventral abgeflachte Körper.
Die Beine sind, verglichen mit dem restlichen Körper, recht lang. Ein weiteres auffälliges Merkmal der Raubmilben sind die im Kopfbereich befindlichen hakenähnlichen, kräftigen Greifwerkzeuge.
Die Entwicklung der auf Säugetieren parasitierenden Raubmilben findet vollständig auf dem Wirt statt und führt vom Ei über ein Larven- und zwei Nymphenstadien zur ausgewachsenen Raubmilbe. Die komplette Entwicklungszeit beträgt etwa zwei bis vier Wochen. Ohne ihren Wirt können die Milben höchstens zwei Wochen überleben. Die Milben ernähren sich hauptsächlich von Hautprodukten wie zum Beispiel Hautschuppen, stechen jedoch auch die Haut ihres Wirtes an um Gewebsflüssigkeit zu entnehmen.

Befall
Der Befall mit Raubmilben bei Säugetieren (Cheyletiellose) kann zu massiven Hautveränderungen führen. Vor allem im Bereich von Kopf und Rücken treten räudeartige Symptome auf. Häufig wird auch eine hochgradige Schuppenbildung beobachtet.
Besonders Jungtiere zeigen bisweilen schwere Hautveränderungen im Bereich der Kruppe, des Rückens und des Kopfes.
Borkige, schuppige Haut, sowie fettiges Fell sind typische Anzeichen eines Befalls mit Raubmilben. Häufig ist ein verstärkter Juckreiz, vor allem nachts und in warmer Umgebung zu beobachten.
Allerdings zeigen manche Tiere, vor allem ältere Katzen, bei Raubmilben-Befall keinerlei Symptome.

Auch Menschen können von der Milbe befallen werden, was sich in einer stark juckenden Dermitis mit kleinen Gruppen von roten Erhebungen auf der Haut, die sich zu Bläschen und Krusten entwickeln können, äußert.

Die hier im Zusammenhang am häufigsten beobachteten Erreger sind die Cheyletiellen. Weil sie sich wie bewegliche Hautschuppen darstellen bezeichnet man Cheyletiella-Milben auch als "wandelnde Schuppen" (walking dandruffs).

Es gibt verschieden Arten der Cheyletiella-Milben.
Cheyletiella parasitivorax, die Milbe des Kaninchens.
Cheyletiella yasguri, die Milbe des Hundes.
Cheyletiella blakei, die Milbe der Katze.
(weitere Arten sind bekannt)

Obwohl die hier genannten Cheyletiella-Milben bestimmte Wirtstiere bevorzugen, sind sie dennoch nicht ausschließlich wirtsspezifisch und können auch andere Tierarten und den Menschen befallen.

Verbreitung
Die Übertragung der Milben erfolgt durch Kontakt mit Trägertieren, aber auch über kontaminierte Pflegegeräte wie Bürsten oder Kämme.

Behandlung
Eine durch Raubmilben hervorgerufene Cheyletiellose gehört zur eindeutigen Diagnose und Behandlung in die Hände eines Tierarztes.
Mit heutigen, modernen Milbenmitteln stellt die Therapie keine großen Probleme dar.
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