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Zusammensetzung von industriell gefertigtem Katzenfutter |
Proteine (Eiweiße)
Ohne Proteine sind alle lebensnotwendigen Vorgänge nicht möglich.
In der Natur kommt eine Vielzahl von Proteinen vor, deren wichtigste
ernährungsphysiologische Komponenten die Aminosäuren sind. Einige
davon, sind für den Organismus der Katze essentiell und müssen mit
der Nahrung zugeführt werden.
Katzen benötigen wesentlich mehr Proteine als zum Beispiel ein Hund.
Der Proteingehalt im Futter für Jungkatzen sollte mindestens bei
30 Prozent der Trockensubstanz des Futters liegen um ein stabiles
Wachstum zu erreichen. Bei älteren Katzen kann dieser Wert etwas geringer sein.
Die im Katzenfutter verarbeiteten Proteine können sowohl tierischen
als auch pflanzlichen Ursprungs sein, wobei die tierischen Proteine als
hochwertiger einzustufen sind.
Gängige tierische Proteinquellen sind zum Beispiel: Geflügel, hier in
erster Linie Huhn, Geflügelnebenprodukte, Rind, Fisch, Trockenei,
Fleischnebenprodukte, Fleisch-, Knochen-, Fisch- und Geflügelmehl.
(Als Nebenprodukte oder auch Nebenerzeugnisse werden die sekundären
Produkte aus der Tierkörperverarbeitung bezeichnet, die dem
Hauptinhaltsstoff beigefügt sind. Das sind zum Beispiel Kadaverteile
wie Knochen, Köpfe, Eingeweide, Füße etc.)
Als pflanzliche Proteinquellen werden zum Beispiel verwendet:
Weizenkeime, Leinsamenmehl. Bierhefe (getrocknet), Maiskleber,
Sojaprodukte, fermentierte Gerste, etc.
- Taurin
Der im Vergleich mit einigen anderen Säugetieren, erhöhte Bedarf
dieser Aminosäure beruht mit auf der Tatsache, daß die Gallensalze
der Katze fast auschließlich mit Taurin gebildet werden. Da Katzen nur
zur Synthese kleiner Mengen an Taurin fähig sind muß, um Mangel-
zustände zu vermeiden, das Katzenfutter ausreichend Taurin
enthalten. Natürliches Taurin ist in einem guten Katzenfutter in
ausreichender Menge vorhanden.
- Arginin
Die Aminosäure Arginin kann ebenfalls nicht in ausreichendem Maße
vom Organismus der Katze synthetisiert werden. Arginin ist für die
Neubildung von Proteinen sowie für den Harnstoffzyklus bedeutsam
und für die Katze essentiell.
- Methionin
Auch Methionin kann von der Katze nicht synthetisiert werden.
Beteiligt am Aufbau der Körperproportionen und der Fettverdauung,
ist auch diese Aminosäure für die Katze essentiell.
Etwa 1,6 g werden pro 1000 kcal verdaulicher Nahrungsenergie benötigt.
- Cystein
Cystein gehört eher zu den semiessinetellen Aminosäuren da sie vom
Organismus gebildet werden kann. Dazu ist allerdings die essentielle
Aminosäure Methionin unbedingt erforderlich.
- Lysin
Lysin, zur Gruppe der basischen Aminosäuren gehörend, eher selten
auf der Zusammensetzungsliste des Katzenfutters zu finden, da es in
ausreichenden Mengen in Thunfisch, Huhn, Rind oder in den, dem
Futter beigefügten Zutaten wie Weizenkeimen oder Sojabohnen
vorhanden ist.
Kohlenhydrate
An sich werden zwar keine Kohlenhydrate benötigt, dennoch sind sie
in den meisten Futtermitteln vorhanden. In diversen Trockenfutter-
mitteln sind Anteile zwischen 30 und 60 Prozent, bei Feuchtfutter bis
ca. 30 Prozent zu finden. Stärke macht hierbei den größten Anteil
aus. Hauptquelle der vom Organismus verwertbaren Kohlenhydrate
sind unterschiedliche Rezepturen wie zum Beispiel Erbsen, Gerste,
Hafer, Kartoffeln, Mais, Melasse, Möhren, Reis, Weizen, etc.
Desweiteren unverdauliche Kohlenhydrate die als Ballaststoffe
bedeutsam sind.
- Faserstoffe
Dem Katzenfutter beigefügte Faserstoffe werden aus Reiskleie,
Rübenschnitzeln, Hafer- und Weizenkleie, Apfel- Tomaten- und Zitrus-
trester, Zellulose sowie Erdnußschalen zubereitet.
Fette
Hühner- und Geflügelfette sind am häufigsten im Katzenfutter
enthalten. Pflanzliche Fette werden aus Mais, Saflor oder Soja
gewonnen. Der im Futter enthaltene Fettanteil ist unterschiedlich (je
nach Hersteller und Futterqualität) und bewegt sich etwa zwischen 5
und 16 Prozent, verschiedentlich auch noch darüber.
In diesem Zusammenhang ist zu beachten, daß der von Katzen
benötigte Anteil essentieller Fettsäuren wie Linolsäure und Arachidon-
säure in ausreichenden Mengen im Futter vorhanden ist ! Es sollten
etwa 5 bis 7 Prozent der Futterenergie durch Linolsäure und ungefähr
0,05 bis 0,1 Prozent durch Arachidonsäure abgedeckt werden.
Weitere Inhaltsstoffe
Zur Gewährleistung einer dauerhaften Gesundheit benötigt auch die
Katze eine ausgewogene Zufuhr von Vitaminen, wie zum Beispiel:
Vitamin A, Vitamin D, Vitamin E und K, Vitamine des B-Komplexes,
Niacin(Nicotinsäure), um nur die wichtigsten hier zu nennen, Mineral-
stoffen und Spurenelemente, wie z. B.: Calcium, Phosphor, Natrium,
Magnesium, Eisen, Kupfer, Zink, Mangan, Jod, Selen, Kieselgur etc.
Geruchs- und Geschmacksstoffe (sogenannte Lockstoffe) sollte ein
gutes Katzenfutter nicht beinhalten. Ebenso sollten Konservierungs-
und Farbstoffe nicht enthalten sein.
Jedoch gerade die im Supermarkt angebotenen Futtersorten
beinhalten diese und teils auch andere, für die Katze eher schädlichen
Zusatztoffe. Nicht zu vergessen ist auch der künstlich erhöhte Zucker-
anteil. Karamellisiert wird er der eigentlich eher grauen Futtermasse
zugemischt damit sich das Futter optisch und geruchlich besser
präsentiert. Dies ist allerdings nur für die Augen des Menschen
gedacht der ja schließlich die Dose öffnet...(denk..) Für die Gesundheit der
Katze hat der erhöhte Zuckeranteil, zumindest längerfristig, negative
Auswirkungen (z. B. Diabetes, Fettleibigkeit, Zahnerkrankungen etc.)
Desweiteren ist bei billigen Futtersorten aus dem Supermarkt,
abgesehen davon, daß der Fleischanteil in der Regel an der untersten
Grenze liegt, nicht gewährleistet, daß im Futter genügend essentielle,
für die Katze lebensnotwendige Stoffe enthalten sind. Zudem kann
man davon ausgehen, daß die zur Futterherstellung verwendeten
Rohstoffe minderer Qualität sind und sich je nach "Marktlage"
durchaus im Bereich zwischen Müll und Sondermüll bewegen können.
Fazit
Die Liste der hier aufgezeigten Inhaltsstoffe des industriell gefertigten
Katzenfutters erhebt nicht den Anspruch der Vollständigkeit. Lediglich
soll sie einen kleinen Einblick darüber verschaffen was in einem guten
Katzenfutter mindestens enthalten sein sollte und was nicht.
Auf dem stetig boomenden
Futtermittelmarkt wird heute Katzenfutter
in fast allen erdenklichen Variationen, mit noch einfallsreicheren,
verlockenden "Bildchens" und beschreibenden Texten, für jeden
Geldbeutel, in jedem Supermarkt und auch in verschiedenen
Baumärkten angeboten.
Sicherlich für den Verbraucher eine bequeme Sache, man kauft ein
paar Bretter und nebenbei kann man gleich noch schnell das "Leckere
Futter" für die liebe Katze zwischen die Bretter packen und dazu noch
"soooo preiswert"
An dieser Stelle darf ich den oft belächelten ersten Absatz auf der
Einstiegsseite zu diesem Artikel, der im übrigen meiner schelmischen
Ironie entsprungen ist, noch einmal in Erinnerung rufen....
Denn, "das ratlose Wandeln in den langen Gängen zwischen den
Futterregalen" im Super- Baumarkt oder wo auch immer, können Sie
sich, vorausgesetzt Ihnen liegt was an einer artgerechten und
optimalen Ernährung Ihrer lieben Katze, meiner Meinung nach nun
wirklich sparen.
Jeder Katzenhalter hat es selbst in der Hand, denn er entscheidet
was seine Katze zu fressen bekommt. Die richtige Entscheidung beim
Futterkauf sollte, zum Wohle der Katze, in jedem Fall auf Premium
Produkte fallen, die sind allerdings im Supermarkt eher selten zu
finden. Katzenfutter in Premium-Qualität wird in der Regel nach
bewährten Rezepturen hergestellt und die verwendeten Rohstoffe
einschließlich der Zusatzstoffe sind anteilmäßig optimal auf den
natürlichen Energiebedarf des Fleischfressers Katze abgestimmt.
Sollten Sie Ihre Katze bislang noch nicht mit Premiumfutter versorgt
haben, dann denken Sie bei Ihrem nächsten Futtereinkauf einmal
darüber nach,
ob Sie gerne bei sich selbst auch Katze sein möchten........ |
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...wegen dem leckern Katzenfutter
versteht sich...
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